DenkWelten e.V.



Heidegger: Gesamtes Exponat

Heidegger: Werk-Zeug

Denken Sie nach, bevor Sie einen Wasserhahn bedienen oder im Auto in den dritten Gang schalten? Martin Heidegger kritisierte die in der traditionellen Erkenntnistheorie gängige Annahme, dass wir uns auch im Alltag wie Wissenschaftler oder Gäste in einer fremden Kultur verhalten und eine distanzierte und beobachtende Einstellung zu unserer Umgebung einnehmen.

Wir müssen uns den Sinn einer vertrauten Umgebung nicht erst erschließen. Selten denken wir darüber nach, wenn wir zum Stift greifen um eine Notiz zu machen. Wir tun es einfach, und wenn wir dabei auf den Stift nicht aufmerksam werden, so liegt das daran, dass wir wissen, in welchem Gesamtzusammenhang er steht – er ist zum Schreiben da. Das Exponat soll diesen Umstand verdeutlichen. Der Besucher sieht Gegenstände, die für sich genommen zunächst befremdlich erscheinen. Durch die Ergänzung des Ge­brauchs­zu­sam­men­hangs jedoch erschließt sich ihr Zweck. Wir verstehen Dinge nicht »aus sich heraus«, sondern »vom Kontext her«.

Heideggers These, dass die kompetente und flexible Interaktion mit einer Umgebung oftmals nicht auf explizitem, theoretischem Wissen und logischen Schlüssen beruht, wird heute z.B. auch bei der Erforschung »künstlicher Intelligenz« ernst genommen.

»In-der-Welt-sein besagt nach der bisherigen Interpretation: das unthematische, umsichtige Aufgehen in den für die Zuhandenheit des Zeugganzen konstitutiven Verweisungen.«
Martin Heidegger (1889–1976): Sein und Zeit, 1927

Vignette Heidegger GesamtexponatGesamtes Exponat


Vignette Heidegger: Wandobjekt IWandobjekt I


Vignette Heidegger: Tischvitrine (Klappen offen)Tischvitrine (Klappen offen)


Vignette Heidegger: Tischvitrine, Objekt I (Klappe offen)Tischvitrine, Objekt I (Klappe offen)


Vignette Heidegger: Tischvitrine, Objekt IITischvitrine, Objekt II


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